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Was ist Demenz?

Leben mit Demenz

Definiert sind Demenzerkrankungen durch einen Abbau geistiger Funktionen, die dazu führen, dass Alltagskompetenzen mit der Zeit verloren gehen. Das Hauptmerkmal einer Demenz ist eine Verschlechterung der geistigen Fähigkeiten. Zusätzlich treten auch Orientierungs- und Sprachprobleme auf, die auch von einer Änderung des Verhaltens und der Persönlichkeit begleitet werden können.
Bei Demenzerkrankungen kommt es zu Störungen in den Bereichen:
  • Gedächtnis
  • Denken
  • Sprache
  • Orientierung
  • Verhalten/Persönlichkeit

Demenz – eine Herausforderung für Angehörige

Durch eine Demenz wird alles anders. Sie verändert den kranken Menschen ebenso wie seine Mitmenschen. Denn häufig versorgen und pflegen Partnerin, Partner oder Kinder einen demenzkranken Menschen. Das kann das Zusammenleben erschweren und sehr an den Kräften zerren. Angehörige können Menschen mit Demenz unterstützen aber auch Angehörige brauchen Hilfe und eine Pause.Geben Sie auf sich selbst gut acht. Tauschen Sie Ihre Erfahrungen und Sorgen mit anderen Angehörigen aus, zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe.
  • Informieren Sie sich über die Demenzkrankheit und die Folgen.

    Nur so können Sie richtig mit Demenz umgehen.
  • Holen Sie sich rechtzeitig Unterstützung.

    Nehmen Sie Hilfe an. Es gibt vielfätige Hilfs- und Informationsangeboten.
  • Keine Konfrontation oder „Warum“ Frage.

    Personen mit einer Demenz können ihre Tätigkeiten häufig nicht mehr begründen. Wenn Ihr Angehöriger beispielsweise mehrfach beim Essen aufsteht, kann er auf Nachfrage womöglich keinen Grund dafür nennen. Gehen Sie der Konfrontation aus dem Weg und versuchen Sie Ihren Angehörigen nach einer kurzen Auszeit wieder zu der Tätigkeit zurückzuführen.
  • Überforderung vermeiden.

    Gerade bei einer fortgeschrittenen Demenz sind die Personen schnell überfordert. Sprechen Sie langsam, in kurzen Sätzen und klar. Oft verstehen die Kranken noch, was man ihnen sagt, sie brauchen aber viel länger,um es zu begreifen.
  • Orientierung erhalten und verbessern.

    Wecken Sie seine eigenen Erinnerungen und vervollständigen Sie diese bei Bedarf. Auch im häuslichen Umfeld können Sie Orientierungshilfen schaffen. Legen Sie gemeinsam einen festen Platz für Schlüssel, Brille und Co. fest, an dem sich Ihr Angehöriger orientieren kann.
  • Gedächtnis trainieren.

    Kurzgeschichten und kürzere Zeitungsartikel, einfache Kreuzworträtsel oder auch logische Knobelaufgaben sind eine gute Hilfe im Umgang mit Demenz und trainieren das Gedächtnis.
  • Bewegung fördern.

    Sport wirkt sich nachweislich positiv aus und verbessert die Durchblutung, das Koordinationsvermögen und den Gleichgewichtssinn. Möglichkeiten aktiv zu bleiben, gibt es viele: Spaziergänge, einfache Gymnastik, Tanz oder Sitztanz. Auch neue Dinge zu erlernen, lohnt sich. Denn mit jeder neuen Fähigkeit legt auch das Gehirn neue Verbindungen an.
  • Gesund ernähren.

    Je weiter die Demenz fortschreitet, umso schwerer tun sich Betroffene selbst mit der eigenen Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Sie können auf eine ausgewogene Ernährung und die Flüssigkeitsaufnahme achten. Zu wenig Flüssigkeit kann eine Verwirrung verschlimmern.
  • Geduldig sein.

    Für Ihren Angehörigen ändert sich mit der Erkrankung viel, die neue Situation ist für ihn möglicherweise sehr belastend. Oftmals kommt es hier zu aggressivem oder ablehnendem Verhalten den Angehörigen gegenüber. Versuchen Sie als Angehöriger, die Situation zu beruhigen. Verwickeln Sie den Erkrankten nicht in Diskussionen.Ruhig und geduldig miteinander sprechen und ihm das Gefühl geben, dass er ernstgenommen wird, sind enorm wichtig im Umgang mit Demenz.